Auszug BSV

Menschen mit und ohne körperlichem Handicap haben das Bedürfnis zu arbeiten, etwas zu leisten, nützlich zu sein und nicht zuletzt Geld zu verdienen, um ihre anderweitigen Bedürfnisse zu befriedigen.

 

Die meisten der sog. Nichtbehinderten können wählen, wie und wo sie dieses Bedürfnis abdecken. Sie bilden sich aus und weiter, suchen einen Arbeitsplatz, der ihnen entspricht, erhalten Anerkennung und geniessen je nach Beruf mehr oder weniger soziales Prestige.

 

Anders bei Menschen mit Handicap: Trotz grosser Fortschritte in den letzten Jahren im Sozialbereich und aller fortschrittlichen Ansätze wie 'Normalisierung', 'Selbstbestimmung' und 'Integration/Inklusion', deren gemeinsames Ziel die umfassende gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Handicap ist, verhindern gängige Strukturen, aber auch mentale Konzepte im Sozialbereich und von sog. Nichtbehinderten noch viel zu oft die (gegenseitige) Integration von Menschen mit und ohne Handicap.

 

Dies trifft insbesondere auch für die berufliche Integration zu, wie eine Studie des Institutes für interdisziplinäre Wirtschafts- und Sozialforschung der Fachhochschule Solothurn Nordwestschweiz im Auftrag des Bundesamtes für Sozialversicherung (BSV) (2004) nachweist. Trotz einiger fortschrittlicher Integrationsbemühungen in der Schweiz können Menschen mit Handicap noch viel zu wenig von den Angeboten auf dem primären Arbeitsmarkt profitieren. Sie haben in aller Regel nicht die Freiheit auszuwählen, wo sie ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen wollen.

An dieser Stelle muss leider bemerkt werden, dass die Schweiz im Vergleich zu den europäischen Nachbarländern eine geringere Beschäftigungsquote von Menschen mit Handicap hat.


V&A: "Zur Veränderung dieser, leider immer noch, unbefriedigenden Situation wollen wir unseren Beitrag leisten!"